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Berliner Abbey Road Institute Absolvent produziert Hits für US-Rapper

Matthias Ringleb, beatmaker und einer der Absolventen vom Abbey Road Institute Berlin lebt seinen Traum. Ein Jahr nach seinem Abschluss produziert der 20 jährige nun Beats für amerikanische Hiphop Größen wie Lil Skies, Lil Durk und viele weitere. Lest hier, wie es dazu gekommen ist und was er über seine Zeit am Abbey Road Institute zu sagen hat.

Matthias, dein Abschluss am Abbey Road Institute ist NUn etwa ein jahr her. was ist seitdem bei dir musikalisch so passiert?

Ich bin relativ bald nach meinem Abschluss in die USA geflogen, um einen Fuß auf den dortigen Musikmarkt zu setzen. Ich habe dann angefangen mit ein paar unbekannteren Rappern zu arbeiten, auch in Deutschland. Vor kurzem habe ich meinen ersten großen, erfolgreichen Song „Magic“ mit Lil Skies produziert. Dadurch haben sich jetzt ganz neue Möglichkeiten für mich aufgetan und ich freue mich auf die kommenden Projekte.

Du hast dein Song mit Lil skies gerade angesprochen. Dieser hat es jetzt sogar auf das aktuelle Madden 20 Spiel geschafft, eines der größten Videospiele Weltweit. Wie ist das zustande gekommen?

Das lief alles über Skies‘ Manager. Nachdem ich den Beat an Skies geschickt hatte und er darauf aufgenommen hatte, kam die Anfrage von EA. So landete der Song auf dem aktuellen Soundtrack. Das war natürlich eine große Ehre und damit ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Denn die EA-Spiele habe ich schon immer geliebt und darauf jetzt selbst vertreten zu sein ist ein tolles Gefühl.

Matthias Ringleb aka Slim Pharaoh im Studio 1 des Abbey Road Institutes Berlin

Matthias Ringleb aka Slim Pharaoh im Studio 1 des Abbey Road Institutes Berlin

Hattest du das Gefühl, dass dich das Abbey Road Institute gut auf die musikindustrie vorbereitet hat?

Auf jeden Fall, ja! Ich muss gestehen, dass ich vor dieser Ausbildung noch lange nicht auf dem selben Niveau war, was Mixen und Mastern angeht. Zudem hat mir besonders das Businessmodul weitergeholfen, da mich sonst die Flut an Verträgen, die einem im professionellen Bereich begegnen, überwältigt hätten. Auch jetzt hilft mir unser Businessdozent Christoph Rinnert bei Themen wie der GEMA Werkanmeldung weiter.

hast du denn zu anderen Dozenten und Kommilitonen noch Kontakt?

Ja, es hat sich über das Studium hinaus ein echtes Netzwerk gebildet, was wirklich sehr hilfreich ist. Bei Fragen kann ich auf meine damaligen Dozenten zurückkommen und auch mit den Studenten habe ich noch sehr engen Kontakt, hin und wieder arbeiten wir auch an gemeinsamen Projekten.

Heutzutage gibt es ja unmengen sogenannter „laptop-produzenten“. Wie schafft man es da noch aus der Masse herauszustechen?

Was mir sehr geholfen hat ist, dass ich durch das Abbey Road Institute gelernt habe, wie ich meine eigenen Songs mische. Dadurch klingen meine Beats einfach sauberer und stechen durch die Qualität heraus. Viele jüngere Beatmaker senden oft schlecht oder gar nicht gemischte Beats an Künstler, Labels etc. und damit ist es sehr schwierig Fuß zu fassen. Zudem bin ich der Überzeugung, dass man nie ausgelernt hat und immer sehr hart an sich arbeiten muss, um sich immer noch weiter zu verbessern. Wenn du dich zu viel ausruhst, kommen andere Produzenten daher, die dich überholen.

Außerdem finde ich es sehr wichtig, auch persönliche Verbindungen zu den Artists herzustellen, da es etwas ganz anderes ist, persönlich mit Jemanden zu arbeiten, als nur übers Internet.

Du wusstest ja bereits vor deinem Jahr am Abbey Road Institute in welche richtung DU musikalisch gehen möchtest. Wie wichtig ist es aus deiner sicht, seine Nische zu finden?

Ich habe schon anfangs gemerkt, dass meine Stärke im Beatmaking liegt. Es war nie mein Ziel, in allen Bereichen, wie etwa im Recording oder Mixing der Beste zu sein, sondern mich stattdessen auf meine Stärken zu besinnen und damit im besten Fall Spaß und Erfolg zu vereinen.

Zudem glaube ich, dass es einfacher ist durchzustarten, wenn man sich auf eine Nische konzentriert. Es erleichtert einem, in die Industrie zu kommen und sich einen Namen zu machen.

Wie geht es jetzt bei dir weiter? Was sind deine nächsten PLäne und Ziele?

Ich werde in der nächsten Zeit vor allem mit Lil Skies weiterarbeiten, bald wird von uns auch eine weitere Single erscheinen, wofür ich den Beat produziert habe. Ich möchte außerdem etwas zu seinem nächsten Album beitragen, da die Chancen hoch sind, dass es wie seine letzten beiden Werke in die Charts kommt. Dies ist nur eines meiner nächsten Ziele: Eine Chart-Platzierung zu erzielen und dann im nächsten Jahr meine erste goldene Schallplatte zu bekommen. Ich denke, dass ich hierfür auf einem sehr guten Weg bin.

Matthias Ringleb aka Slim Pharaoh im Studio an seinen Beats arbeitend

Matthias Ringleb aka Slim Pharaoh im Studio an seinen Beats arbeitend

Und meine letzte Frage: Wenn du erneut die Wahl hättest, würdest du dich wieder für die Ausbildung am Abbey Road Institute entscheiden?

Na sicher! Ich würde sagen, dass diese Ausbildung eine Abkürzung war, es hat alles beschleunigt. Wenn ich mir das alles selbst beigebracht hätte, dann wären wahrscheinlich 5-6 Jahre vergangen, bis ich auf das gleiche Niveau gekommen wäre. Und wahrscheinlich hätte ich trotzdem nicht alles erlernen könnte, was hier beleuchtet wird. Deswegen muss ich sagen: Es ist echt eine sehr starke Ausbildung. Natürlich muss du auch während und nach dem Studium hart arbeiten, wenn du erfolgreich sein willst. Das Abbey Road Institute ist aber definitiv ein guter Kickstart. Es ergeben sich sofort mehr Wege in die Industrie und du hast dadurch einfach ein Vorteil gegenüber anderen Produzenten, Beatmakern und Mixing-Engineers. Deswegen würde ich mich auch heute wieder zu 100% für die Ausbildung entscheiden.

Vielen Dank Matthias, für dieses wunderbare Interview. Wir sind uns sicher, dass wir noch viel von dir hören werden und wünschen dir weiterhin alles gute!

 

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Text von Yannick Sahlmen und Thomas Schöttl